Saiten treffen Tasten – Konzert mit Sabine und Gregor Horvath

Freitag, 14. Dezember 2018 um 19:30 – Kulturkabinett

1210 Wien, Freiligrathplatz 6

Zwischen Zeiten lauert die Zeitlosigkeit, denn Zeit ist ein ununterbrochenes Kontinuum. Zeitlos in der Musik ist die in ihr ausgedrückte menschliche Emotion. Denn das Menschliche an sich scheint sich nicht wesentlich zu verändern. Jedenfalls verstehen wir heute auch alte Musik, ebenso wie uralte literarische und philosophische Texte. Verändert haben sich jedoch Instrumente, Moden, harmonische „Regeln“, rhythmische Gestaltungen.
Die Zither ist ein Instrument, das derzeit bei uns in Wien abseits von Tourismusvermarktung nicht großartig in Mode ist. Die Anzahl der Zitherspieler schrumpft, große, berühmte Zithervereine hören auf, der Nachwuchs bleibt trotz großer Bemühungen häufig aus.
Zither ist uncool. Altes Zeug.
Wir sind überzeugt, dass sich die Mode und der Zeitgeist im ewigen Strudel des Kommen und Gehens eines Tages wieder besinnen wird. Denn die Zither hat ganz spezifische Qualitäten, die es lohnt zu entdecken. Wir leben in einer Zither Zwischenzeit, in der Sie Sabine, die dieses Instrument unter anderem studiert hat, zu einer Entdeckungsreise einlädt.
Zwischen den Zeiten, Kulturen und Stilen ist das Konzertprogramm.
Zwischen sozialen Klassen ist die teilweise ungewöhnliche Instrumentierung: Die Zither (Sabine), üblicherweise gesehen als klassisches Volksmusikinstrument, das Klavier (Gregor), gemeinhin verstanden als Symbol des Bildungsbürgertums. Gewürzt wird mit Gitarre und Saxophon (beides Sabine). Diese wiederum behaftet mit anderen Klischees.
Zwischen den Musikern und dem Publikum ist die Musik. Sie verbindet, für immer und ewig. Darum geht es..